Ich bin in Hamburg geboren und aufgewachsen. Lesen war von klein auf eine meiner Lieblingsbeschäftigungen. Wenn ich nicht draußen spielte, hockte ich irgendwo mit einem Buch vor der Nase! 

     Als ich 11 Jahre alt war, las ich Die kleine Hexe von Otfried Preußler. Der Verlag hatte dem Buch eine Karte beigelegt, auf der man dem Autoren schreiben konnte. Sterne bei amazon gab´s ja noch nicht, wir befanden uns im Jahr 1958! Ich habe Herrn Preußler geschrieben, wie gut mir Die kleine Hexe gefallen habe, und dass ich später auch gerne Bücher schreiben wolle.

 

     Bald darauf bekam ich diese Postkarte:

 

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     Meinen Traum vom Bücherschreiben habe ich lange Zeit bewahrt. Nach dem Abitur habe ich eine Ausbildung zur Diplom-Bibliothekarin gemacht und danach viele Jahre in einer Hamburger Bibliothek gearbeitet. Ich habe geheiratet und einen Sohn und eine Tochter bekommen. Als die Kinder in die Schule kamen, habe ich mein erstes Kinderbuch geschrieben: Muss ja nicht jeder ein Held sein (Erika Klopp 1993). Und da mich Herr Preußler ja dazu aufgefordert hatte, habe ich ihm das Buch geschickt, zusammen mit einer Kopie seiner Karte (s.o.)

     Kurz darauf klingelte bei uns das Telefon, und Herr Preußler war am Apparat! Er sagte, er fände es wunderbar, dass ich mir meinen Kindheitstraum erfüllt habe, mein Buch habe ihm sehr gut gefallen, zurzeit würden es seine Enkel­kinder lesen. Und dann hat er mir sein neuestes Buch geschickt: Mein Rübe­­zahlbuch  (Thienemann 1993) mit einer sehr liebenswürdigen Widmung!  

     Im Jahr 2002 sind mein Mann und ich von Hamburg nach Hechthausen umgezogen, ins schöne Cuxland! Unsere Kinder sind schon lange erwachsen, und inzwischen haben wir zwei Enkelkinder, die sich gerne Geschichten vorlesen lassen!

Zehn Kinder- und Jugendbücher habe ich jetzt veröffentlicht, und die Postkarte von Otfried Preußler ist bei meinen Lesungen durch viele, viele Kinderhände gegangen. Das hat ansteckend gewirkt: Ich hatte immer eine Menge Post zu beantworten …